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Der Bedarf

1992 übernahm Hans Peter Rühl ein sanierungsbedürftiges mittelständisches Dienstleistungsunternehmen der Sicherheitsbranche, dessen Führungskräfte fast ausnahmslos nicht aus dem Rechnungswesen kamen.

Sie alle benötigten ein kaufmännisches Grundwissen, um neben ihrer fachlichen Kompetenz die Wachobjekte und Abteilungen auch betriebswirtschaftlich profitabel zu führen.

Am Markt gab es keine Schulungsangebote, die Rechnungswesen speziell aus der Sicht von Entscheidern vermittelten. Klassische Seminare oder Erklärungen von Steuerberatern verloren sich oft in rechtlichen Vorschriften und Details oder wurden von eher wissenschaftlich ausgebildeten Dozenten durchgeführt, die zwar akademische Titel, aber wenig Praxiserfahrung vorweisen konnten.

Somit war ein zwar theoretisch fundiertes, aber praxisnahes, gut verständliches und gleichzeitig entscheidungsrelevantes Training notwendig – und das auch noch in kurzer Zeit und trotzdem nachhaltig verständlich sein sollte.

Es wurde ein eigenes Schulungskonzept entwickelt.

Erste Schritte

Hans Peter Rühl hatte sich – neben Internationalem Marketing – während des Studiums auf das Schwerpunktthema Rechnungswesen spezialisiert und damals schon für die eigene Prüfungsvorbereitung Erklärungen entwickelt, die vom üblichen Unterricht abwichen und Rechnungswesen besser verständlich machten.

Auf dieser Basis erfolgte die spätere Weiterentwicklung zu einer umfassenden Didaktik, mit der heute Entscheider schnell und nachhaltig Rechnungswesen verstehen und zur Unternehmensführung einsetzen können.

Grundlage der Didaktik ist eine über einen langen Zeitraum hinweg entwickelte Liste von vielen “Knackpunkten”, die das Verständnis schwierig machten. Für diese Punkte wurde dann “rückwärts” jeweils ein eigener Erkläransatz gesucht und gefunden, der die Verständnishürden auflöste.

Knackpunkte: Ein Beispiel

Ein verwirrender Sachverhalt sind die Bezeichnungen “Soll und Haben” bei der Buchung auf T-Konten. Die Verständnishürde liegt darin, dass die Worte im heutigen Sprachgebrauch den Eindruck vermitteln, als wäre Soll etwas Negatives (“wir sollen noch etwas bezahlen”) und Haben etwas Positives “Wir haben mehr Geld” (zum Beispiel auf dem Bankkonto).

Deshalb nehmen viele Studienanfänger an, dass beispielsweise ein Zugang auf dem Bankkonto im Haben zu buchen wäre (was nicht der Fall ist, tatsächlich steigt das Bankkonto im “Soll”). “Soll und Haben” sind Jahrhunderte alte Begriffe (das erste Lehrbuch von Luca Pacioli datiert von 1492), die heute so nicht mehr genutzt werden können.

Daher nutzt HPRühl® den Merksatz “Konten wachsen außen” und eine dazu passende Grafik, mit der man auch optisch sofort sieht, auf welcher Seite (Soll oder Haben) ein beliebiges T-Konto gebucht werden muss, wenn man einen Geschäftsvorfall richtig buchen möchte. Dieses kleine Beispiel wird ergänzt mit einer langen Liste an besonderen Erklärungen, Grafiken, Merksätzen und auch Eselsbrücken.

Falls Sie absolut neu in diesem Thema sind und mit den Begriffen T-Konto, Soll und Haben und Geschäftsvorfall (noch) nichts anfangen können:

Keine Sorge! Das müssen Sie auch nicht, denn auch das wird von Anfang an erklärt (und wenn Sie es sofort wissen möchten, nutzen Sie einfach den Lernpodcast Buchhaltung hier auf der Seite).

Entscheidungsrelevanz

Entscheidend sind aber nicht die Eckpunkte der Buchungstechnik. Entscheidend ist, wie man dieses formale Wissen in der täglichen Praxis als Unternehmerin oder Unternehmer einsetzt.

Daher wird in den Trainings von HPRühl® das formale Wissen sofort mit realen Situationen in Unternehmen verquickt: Zu praktisch jedem Lernkapitel wird direkt ein praxisnahes Anwendungsbeispiel diskutiert.

Nachdem etwa Abschreibungen erläutert wurden, erfolgt sofort die Überleitung, welche Auswirkung eine bestimmte Abschreibungspolitik auf den Gewinn, die Kreditwürdigkeit, die Steuerlast oder auch die Ausschüttung hat. So können Entscheider ihrer Buchhaltung oder Steuerberatung eine optimale Bilanzpolitik vorgeben und sich auf Augenhöhe kompetent beraten lassen.

Dies macht die Trainings so speziell: Hans Peter Rühl ist eben nicht Buchhalter oder Professor an einer Universität, sondern seit fast drei Jahrzehnten praxiserfahrener Unternehmer, der seine Praxiserfahrung in diese Schulungen einfließen lässt.

Unterrichtet wird daher das Wissen, das man für Entscheidungen braucht. Und nur das. Muss man aber als Entscheiderin oder Entscheider wirklich wissen, wie Soll und Haben und T-Konten funktionieren?

Ja! Wer anspruchsvolle Sachverhalte wie Rückstellungen, Rechnungsabgrenzungsposten, Rücklagen und ähnliches nicht mit T-Konten abbilden kann, hat den Sachverhalt nicht wirklich verstanden. Umgekehrt: Wer diese Struktur einmal verstanden hat, und diese wird im Seminar am Vormittag ausreichend erklärt, kann sich auch zukünftige Sachverhalte leicht erarbeiten oder erklären lassen.

Deshalb wird bei HPRühl® viel Wert darauf gelegt, das die grundlegende Systematik ein und für alle Mal verstanden wird.

Kein Handelsrecht, kein Steuerrecht

Bei HPRühl® werden keine Rechtsnormen unterrichtet. Stattdessen lernen Sie die professionelle kaufmännische Denkweise kennen, die dem System zugrunde liegt.

Natürlich müssen die vielen Gesetze und Verordnungen streng befolgt werden. Aber das ist nicht die Aufgabe von Entscheidern, sondern von Rechnungswesenspezialisten, Ihrer Steuerberaterin oder Ihrem Steuerberater oder der Buchhaltung.

Um beim Beispiel der Abschreibungen zu bleiben: Was Abschreibungen sind, ist für Entscheider sehr wichtig. Ohne hier näher darauf eingehen zu wollen, sind das Vorgänge, die das Unternehmen ärmer machen, ohne dass aber Geld abfließt. Ein Lieferwagen zum Beispiel verliert jedes Jahr an Wert durch Gebrauch, Abnutzung und älter werden und es ist wichtig zu wissen, wie hoch dieser Wertverlust ist, die Abschreibung eben.

Geld fließt, wie gesagt, dabei nicht. Womöglich ist schon Geld geflossen, als das Fahrzeug gekauft und direkt bezahlt wurde, aber wenn in jedem folgenden Jahr eine Abschreibung gebucht wird, fließt dann kein Geld mehr. Wohl aber senkt die Abschreibung in jedem Jahr den Gewinn!

Daher müssen Entscheider wissen: Abschreibungen senken den Gewinn, ohne die Liquidität zu belasten und damit sinkt zwar die Steuerlast, aber auch die Kreditwürdigkeit, man kann bei geringerem Gewinn weniger Geld an die Eigentümer ausschütten und wenn man Investoren sucht, sind schlechtere Ergebnisse auch nicht so wünschenswert.

Diese Zusammenhänge müssen Entscheider verstehen, wenn sie über Investitionen entscheiden oder eine Bilanzpolitik vorgeben möchten. Aber Entscheider müssen NICHT wissen, ob eine Abschreibung auf dem Konto 4711 oder 4712 zu buchen ist (eine “Hausnummer”, die exakten Konten können eine andere Bezeichnung haben) und ob die Abschreibung gemäß der Rechtslage 10% oder 11% betragen darf: Dazu haben sie ihre Fachleute, die Bilanzbuchhalterinnen und Bilanzbuchhalter oder die Steuerberater.

Die spezielle Didaktik von HPRühl® vermittelt das Wissen über solche kaufmännischen Zusammenhänge und nicht, wie sonst in Seminaren und Lehrbüchern üblich, eine lange Liste von Gesetzen und Verordnungen, die im Einzelnen die Abschreibungen regeln.

Deshalb lernen Sie als Entscheiderin oder Entscheider bei HPRühl® die für die Unternehmensführung wichtige betriebswirtschaftliche Systematik und nicht die vielen Details.

Spezielle Grafiken

Hans Peter Rühl hat für mehrere dieser “Knackpunkte” spezielle Grafiken entworfen. Eine davon ist die zentrale “Grafik  nach HPRühl® zur Systematik der doppelten Buchführung”, die auch in seinem Lehrbuch abgebildet ist.

Sie erlaubt die schnelle Zuordnung von einzelnen Geschäftsvorfällen, auch komplexen Vorgängen wie etwa die gewinnsteigernde Auflösung von Rückstellungen, in eine verständliche Übersicht.

Wie diese und andere Grafiken zusammenhängen und wie man sie dauerhaft zum Verständnis des Rechnungswesens im eigenen Unternehmen nutzen kann, ist wesentlicher Bestandteil des Seminars “Bilanzen lesen, BWAs verstehen” und vieler digitaler Angebote.

Keine Vorkenntnisse nötig!

Darauf legt HPRühl® besonderen Wert: Alle nötigen Grundlagen, Begrifflichkeiten und Zusammenhänge werden zunächst für alle Seminarteilnehmer einheitlich erläutert. Damit ist sichergestellt, dass während des Seminars alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer das gleiche meinen, wenn sie das gleiche sagen: Alle sprechen die gleiche Sprache.

Aber das gilt auch außerhalb des Seminarraums: Fachbegriffe, die sich umgangssprachlich ähnlich anhören und womöglich im Privatleben eine feste Bedeutung haben, können betriebswirtschaftlich etwas völlig anderes bedeuten:

  • Ausgaben, Aufwendungen oder Kosten meinen umgangssprachlich dasselbe, aber betriebswirtschaftlich bestehen erhebliche Unterschiede zwischen diesen Begriffen
  • wer “Rückstellungen” oder “Rücklagen” bildet, meint umgangssprachlich, dass Geld für einen bestimmten Zweck auf die Seite gelegt wurde,  betriebswirtschaftlich haben beide Begriffe jedoch eine völlig andere Bedeutung (selbst zwischen Rückstellungen und Rücklagen besteht ein himmelweiter Unterschied).

Erschwerend kommt hinzu, dass Profis im Fachgespräch keineswegs immer die korrekten Begriffe nutzen. Nicht etwa, weil sie es nicht besser wüssten, sondern weil die deutsche Sprache eine flüssige Unterhaltung bei einem Festhalten an den korrekten Begriffen erschwert bis unmöglich macht.

Bei Profis ist das nicht weiter tragisch, da sie wissen, was gemeint ist. Wenn Sie sich aber in das Thema einarbeiten, ist es wichtig, die korrekten Begrifflichkeiten mit ihrer kaufmännischen Bedeutung zu verstehen. Im Gespräch nachfragen können Sie dann immer noch.

Wer neu ist, versteht so “von Grund auf”. Wer Vorkenntnisse hat, erhält eine kompakte Auffrischung. Und durch die steile Lernkurve wird sichergestellt, dass auch Fortgeschrittene eine Menge neuer Anregungen und Erkenntnisse mitnehmen.

„Kaufmännischer Charakter von Geschäftsvorfällen“

Mit dieser Bezeichnung werden von HPRühl® die vier wesentlichen kaufmännischen Auswirkungen bezeichnet, die Entscheider erkennen müssen, wenn sie die Bedeutung von Entscheidungen auf ihr Unternehmen verstehen möchten:

  • Wirkung auf die Bilanz
  • Wirkung auf die Gesellschafterkonten / das Eigenkapital

  • Wirkung auf den Erfolg (Gewinn und Verlust)

  • Wirkung auf die Liquidität

sowie die daraus folgernden Auswirkungen auf Kreditwürdigkeit, Ausschüttungspolitik, Steuerlast, Unternehmenswert, Investititonsfähigkeit  und die Bedeutung für Investoren.

Diese Denkweise wird im Seminar „Bilanzen lesen, BWAs verstehen“ ausgiebig trainiert.

Didaktik zur Kosten- und Leistungsrechnung

Die bisherigen Erläuterungen bezogen sich auf die Themen Buchhaltung, Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Kostenrechnung hingegen ist ein eigenes Rechnungswesen-System, das theoretisch auch ohne doppelte Buchführung betrieben werden könnte, wenngleich organisatorisch und buchungstechnisch die Systeme sehr eng zusammenhängen.

Hier liegt das spezielle Angebot von HPRühl® weniger in der Didaktik, die aber ebenfalls sehr leicht verständlich ist und keine Kenntnisse voraussetzt, sondern mehr im modernen Kostenrechnungsansatz, der vom üblichen Lehrbuch abweicht. (Für Profis: eine von Marktpreisen abgeleitete mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung unter der Berücksichtigung von fixen und variablen Kosten, Kapazitäten und Planwerten).

Hört sich kompliziert an? Ist es nicht! Alle Begriffe werden auch hier von Anfang an erklärt. Tatsächlich ist es eine Denkweise, die selbst Einzelunternehmerinnen und Einzelunternehmer, Handwerksbetriebe, Dienstleiter und Handelsfirmen unabhängig von Branche oder Unternehmensgröße nutzen können.

Interessiert? Melden Sie sich gerne zum Seminar an oder kontaktieren Sie Hans Peter Rühl falls weitere Fragen bestehen!

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